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Einschränkungen auf der Linie U43

In den Jahren 2007 bis 2010 hat der Fahrzeughersteller Bombardier Transportation insgesamt 47 Niederflurbahnen vom Typ NGT8 in Abständen von zwei bis vier Wochen in Dortmund angeliefert. Seit April 2008 werden die Fahrzeuge auf den Strecken Dorstfeld – Wickede und Westentor – Wambel / Brackel (Linie U43) sowie auf der U44 zwischen Marten und Westfalenhütte eingesetzt. Auf der U43 kommen im Regelfall weitgehend Zwei-Wagen-Züge zum Einsatz, auf der U44 können streckenbedingt nur Ein-Wagen-Züge eingesetzt werden. Insgesamt werden für beide Linien im Regelfall zwischen 38 und 41 Fahrzeuge benötigt.

Dies lässt sich zurzeit nicht vollständig realisieren, da mehr Wagen als üblich in der Stadtbahn-Werkstatt Dorstfeld untersucht werden. Der wesentliche Grund: Nach acht Jahren oder 500.000 km Laufleistung müssen die Bahnen einer umfassenden Hauptuntersuchung unterzogen werden, die etwa vier Wochen in Anspruch nimmt. Durch die kurzen Lieferabstände gerade zu Beginn der Neubeschaffung in den Jahren 2007 und 2008 stehen momentan gleich mehrere Bahnen auf den Arbeitsbühnen in Dorstfeld. Hinzu kommt, dass sowohl im Zuge der Hauptuntersuchung als auch bei den Durchsichten, die etwa alle zehn Tage erfolgen, Korrosionen an den Drehgestellen und Unebenheiten an Fußböden festgestellt wurden, die in dieser Form nach einem Zeitraum von acht Jahren eher ungewöhnlich sind. Betriebsleiter Ralf Habbes: „Durch die Begutachtung und die Beseitigung der Schäden, soweit wir diese in unserer Werkstatt überhaupt beheben können, verlängern sich die Aufenthaltszeiten in der Stadtbahn-Werkstatt. Dazu sind wir mit dem Hersteller der Bahnen, dem Unternehmen Bombardier Transportation, im Gespräch. Wir haben dem Unternehmen deutlich mit auf den Weg gegeben, dass wir zeitnah ein Sanierungskonzept und einen Zeitplan erwarten, wie die Schäden zügig und grundlegend behoben werden. Gleichzeitig haben wir in der vergangenen Woche die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) hinzugezogen, die attestiert hat, dass die Verkehrssicherheit aller eingesetzten NGT8-Fahrzeuge gewährleistet ist, dass aber die beobachteten Schäden zu beheben sind, um die Sicherheit auch dauerhaft zu garantieren.“

DSW21 hofft, dass bis zum Ende der bevorstehenden Sommerferien wieder mehr NGT8-Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Verkehrsvorstand Hubert Jung: „Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis, dass wir montags bis freitags nicht durchgängig Zwei-Wagen-Züge bereitstellen können und dadurch punktuell Kapazitätsengpässe entstehen. Die Sicherheit hat bei uns aber oberste Priorität, deshalb geht es zurzeit nicht ganz ohne Einschränkungen. Wir haben dem Hersteller jedoch unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass wir nicht gewillt sind, unseren Kunden diese längerfristig zuzumuten.“